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KI-Texte, die nicht nach KI klingen

Stand: 17. August 2026 · Martin Veser Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), Stuttgart

Maschinentexte fallen nicht durch Fehler auf, sondern durch Gleichförmigkeit: dieselben Satzfiguren, dieselbe Begeisterung, dieselbe Leere. Wer die Muster kennt, entfernt sie in drei Minuten pro Beitrag – und hat danach einen Text, den man nicht mehr zuordnen kann.

Die Muster, an denen es jeder erkennt

Sieben Eingriffe, die den Unterschied machen

  1. Eine echte Zahl einsetzen. „Seit 2019“, „14 Anlagen“, „drei Wochen Lieferzeit“. Nichts entzaubert einen Allgemeinplatz schneller als eine überprüfbare Angabe.
  2. Einen Ort nennen. Regionalität ist der stärkste Unterscheider für kleine Unternehmen – und sie ist gratis.
  3. Den ersten Satz streichen. In neun von zehn Entwürfen ist er eine Aufwärmrunde.
  4. Einen Einwand einbauen. „Das ist nicht für jeden sinnvoll: Wer …, braucht das nicht.“ Wer einschränkt, wirkt glaubwürdiger als wer nur wirbt.
  5. Fachbegriffe erlauben. Ihre Kunden kennen das Wort. Modelle glätten Fachsprache automatisch weg – holen Sie sie zurück.
  6. Den eigenen Tick zulassen. Jede Firma hat eine Wendung, die sie ständig benutzt. Genau die gehört in den Text.
  7. Laut lesen. Woran Sie beim Vorlesen stolpern, stolpert auch der Leser. Das ist der schnellste Test, den es gibt.

Warum die Vorgabe wichtiger ist als die Nachbearbeitung

Nachbearbeiten kostet jedes Mal Zeit. Ergiebiger ist es, die Quelle zu ändern: Wenn das Modell aus einer Wissensbasis mit Ihren Leistungen, Referenzen, Fachbegriffen und Ihrer Tonalität schreibt, entstehen die typischen Leerformeln erst gar nicht. Sinnvoll ist es, dort auch die Verbote zu hinterlegen – „keine rhetorischen Fragen“, „kein Duzen“, „keine Superlative“ – und zwei, drei Beispieltexte, die Sie gut finden. Ein Modell imitiert Beispiele besser, als es Anweisungen befolgt.

Fertiger Blogartikel mit Titelbild, Inhaltsverzeichnis und gegliederten Abschnitten
Ein fertiger Artikel aus derselben Wissensbasis – die Fakten stammen aus dem Unternehmen, nicht aus dem Allgemeinwissen des Modells.

Der Test vor dem Veröffentlichen

Halten Sie den Firmennamen zu und lesen Sie den Beitrag. Könnte er genauso von Ihrem Wettbewerber stammen, ist er nicht fertig. Fehlt in ihm jede überprüfbare Angabe, ist er nicht fertig. Steht am Ende ein Appell, dem keine Handlung folgt, ist er nicht fertig. Drei Fragen, dreißig Sekunden – und der häufigste Grund, warum KI-Beiträge trotzdem funktionieren oder eben nicht.

Wie viel Sie überhaupt an die Maschine abgeben sollten, steht in Social Media mit KI.

Und wenn das jemand für Sie übernimmt?

sichtkompass erstellt Beiträge aus Ihrer eigenen Wissensbasis, terminiert sie auf Kalenderwochen und veröffentlicht sie automatisch – auf Facebook, Instagram, LinkedIn und Ihrem Blog. Ab 69 € netto im Monat, Betrieb wahlweise auf eigener Hardware in Deutschland.

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