Stand: 17. August 2026 · Martin Veser Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), Stuttgart
Automatisch veröffentlichen heißt: Ein Programm meldet sich mit einem Zugangsschlüssel bei der Schnittstelle des Netzwerks an und übergibt Text und Bild. Klingt einfach, hat aber je Kanal eigene Bedingungen – und die vier Kanäle Facebook, Instagram, LinkedIn und der eigene Blog verhalten sich unterschiedlich genug, dass man sie einzeln betrachten muss.
Sie brauchen drei Dinge: ein Konto mit den richtigen Rechten, einen Zugangsschlüssel (Token) und ein Programm, das zur richtigen Zeit sendet. Der Token ist der wunde Punkt – er läuft ab. Wer die Ablauffristen nicht überwacht, merkt den Ausfall erst, wenn wochenlang nichts erschienen ist. Eine tägliche Prüfung der Zugänge ist deshalb kein Luxus, sondern Grundausstattung.
Beiträge auf eine Seite (nicht auf ein privates Profil) lassen sich zuverlässig automatisch einstellen. Nötig ist ein Seiten-Token, kein Nutzer-Token – die Verwechslung ist der häufigste Fehler bei der Einrichtung, weil beide zunächst funktionieren, der Nutzer-Token aber schnell abläuft. Erzeugt wird das Ganze über ein Meta-Entwicklerkonto und eine App, die mit der Seite verknüpft ist. Der Aufwand fällt einmalig an und dauert etwa 20 Minuten.
Automatisches Veröffentlichen setzt ein Geschäfts- oder Creator-Konto voraus, das mit einer Facebook-Seite verbunden ist. Private Konten können es nicht – das ist keine Einstellung, sondern eine Grenze der Schnittstelle. Bilder müssen über eine öffentlich erreichbare Adresse bereitstehen; das Netzwerk lädt sie sich selbst herunter. Karussells und Videos brauchen zusätzlich Geduld: Die Verarbeitung dauert, das Programm muss den Fertigstellungsstatus abfragen, bevor es veröffentlicht.
Hier gibt es zwei getrennte Wege: Beiträge als Person und Beiträge als Unternehmensseite. Sie brauchen dafür unterschiedliche Berechtigungen, und die Freigabe für Unternehmensseiten ist aufwendiger. Die Besonderheit von LinkedIn ist die Versionierung: Jede Anfrage nennt eine Versionskennung, und alte Versionen werden regelmäßig abgeschaltet. Läuft eine ab, antwortet die Schnittstelle mit einem Fehler, und das Posten steht – ohne dass sich sonst etwas geändert hätte. Wer LinkedIn automatisiert, muss diese Kennung im Blick behalten.
Der einfachste und zugleich wertvollste Kanal, weil er Ihnen gehört. Bei WordPress genügt ein Anwendungspasswort für die eingebaute Schnittstelle; bei statischen Seiten wird die fertige Datei per Übertragung abgelegt. Anders als bei den Netzwerken gibt es hier keine Ablauffristen und keine Reichweiten-Logik – ein Blogartikel wirkt Jahre später noch, und er ist der einzige Kanal, über den Sie bei Google und in KI-Antworten überhaupt auftauchen können.
Ein Dienst prüft alle fünf Minuten, welche Beiträge fällig sind, und stellt sie ein. Scheitert ein Versuch, wird er im Abstand von mindestens zehn Minuten bis zu fünfmal wiederholt; danach fällt der Beitrag zurück auf Entwurf, mit dem Fehlergrund am Eintrag – er verschwindet also nicht stillschweigend. Einmal täglich prüft ein zweiter Dienst alle Zugänge: ob Token gültig oder bald abgelaufen sind, ob bei Facebook wirklich ein Seiten-Token hinterlegt ist und ob die LinkedIn-Versionskennung noch lebt; eine abgeschaltete Kennung wird automatisch auf die neueste angehoben.
Für Sie heißt das: einmal einrichten, danach Beiträge freigeben. Die Anleitungen für alle vier Kanäle stehen im Werkzeug, Schritt für Schritt und ohne Fachjargon.
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